27. Januar 2015

Hier geht's vorallem um Kuchen (und ein Rezept), auch wenn's auf den ersten Blick nicht so aussieht!

Und da bin ich auch schon wieder mit dit und dat! Eigentlich wollte ich ja mit den neuen Frühlingsstoffen (Kamehameha, ihr erinnert euch?) und den sagenhaften Werken meiner Probenäherinnen so richtig durchstarten, aber das verschiebe ich einfach auf morgen!

Nun aber zum Genuss mit Schuss. Im Januar hat mein kleiner Glücksritter, den ich mit seinen nun mehr 11 Jahren lieber nicht mehr in seiner Gegenwart so nenne (too cool, you know?), Geburtstag. Und irgendwie zieht sich dieser Geburtstag magisch in die Länge, wenn er auf einen Wochentag fällt. Da gibt es dann den eigentlichen Geburtstag, den Omageburtstag, den Opageburtstag (wenn es nicht beide gleichzeitig schaffen), den Bestefreundegeburtstag, den Kindergeburtstag (der eigentlich auch keiner mehr ist, siehe oben, too cool...), den Klassengeburtstag, den Hortgeburtstag usw. ... ihr ahnt es schon: es gibt jede Menge Kuchen.Und bitteschön jedes Mal einen anderen.

Da der eigentliche Geburtstag auf einen Wochentag fiel, an dem mein kleiner Großer bis 15 Uhr Schule hatte, ließen wir das Kaffetrinken zuhause ausfallen und sind mit der kleinen Familien und den zwei besten Kumpels ins Jumphouse nach Stellingen gefahren. Abgefahren, kann ich nur sagen! Auch wenn ich eigentlich von Kuchen schreiben wollte, muss ich euch das kurz erzählen: Das Jumphoouse ist eine umgebaute Tennishalle und man kann darin nichts als hüpfen. Sie haben dort 70 Trampoline in allen Größen und man kann von einem zum anderen hüpfen. Wer mag, auch über Rampen, von Rampen in eine Schnitzelgrube voller dicker Schaumstoffschnitzel oder vor Basketballkörben. Alles was das Hüpfherz begehrt.

Das Jumphouse ist nigelnagelneu, alles ist schön und schick, die Leute dort sind nett und jeder bekommt Rutschesocken zum Hüpfen, die er danach mit nachhause nehmen kann. Ein Traum für meine hüpfbegeisterten Kinder. Übrigens kann man im Jumphouse auch Kindergeburtstage feiern. Ratet mal, wo mein kleiner Glücksritter an seinem Freundegeburtstag hingehen mag?

Das war also der kuchenlose Geburtstagsnachmittag. Kuchen gab es deshalb schon zum Frühstück – Schokokuchen, den extra leckeren. Das darf auch mal sein. Und für die Schule gab es ebenfalls Schokokuchen, auch den extra leckeren. Diesmal aber das doppelte Rezept, auf Blech gebacken, in Browniestücke geschnitten, in Muffinförmchen geschichtet und mit ganz viel fiesem, buntem Zuckerguss und Gummitierchen verziert. Das war der ausdrückliche Wunsch!


Den Kuchen, den es am letzten Wochenende (am Opageburtstag) gab, muss ich aber nochmal extra erwähnen. Denn der war außergewöhnlich lecker. Obwohl es „nur“ ein Mamorkuchen war. Der beste aber, der mir jemals aus der Guglhupfform gehüpft ist. Ich habe ihn hier auf chefkoch.de gefunden, aber ein bisschen abgeändert. Vom Prinzip her ist es aber so geblieben und demnach gilt mein ausdrücklicher Dank der Autorin des Original-Rezeptes!


Ich schreibe euch meine Version aber hier trotzdem nochmal auf und ich hoffe, ihr backt ihn bald nach!

Man nehme:

200 g Butter
140 g Zucker
2 Pckch. Bourbon-Vanillezucker
geriebene Schale einer Zitrone
2 EL Amaretto
6 Eigelb
6 Eiweiß
1/3 TL Salz
120 g Zucker
280 g Dinkelmehl (Type 630)
1/2 Pckch. Backpulver
100 ml Milch, lauwarm
30 g Kakao, gesiebt

Und so geht das: Legt die Butter raus, damit sie schön weich wird. Heizt den Backofen auf 160°C Umluft (180°C Ober- und Unterhitze) vor. Verrührt nun gründlich die weiche Butter, den Zucker und den Vanillezucker mit dem Handrührgerät. Nun trennt ihr die 6 Eier. Gebt nun den Amaretto, die Zitronenschale und nach und nach die Eidotter zu der Butter-Zucker-Masse und verrührt alles, bis es schön cremig ist.

Schlagt die 6 Eiweiß mit dem Salz zu steifem Schnee und lasst am Schluss die 120g Zucker einrieseln. Rührt weiter, bis sich der Zucker fast aufgelöst hat.

Nun mischt ihr das Mehl mit dem Backpulver und gebt es in ein Mehlsieb. Immer abwechselnd wird nun etwas Mehl auf die Butter-Zucker-Ei-Mischung gesiebt, etwas lauwarme Milch hinzugegeben und ein großer Kleks Eischnee. Lasst von der Milch ein bisschen übrig (so ca. 2 EL), das braucht ihr später noch für den dunklen Teig. Hebt alles schön unter und verwendet dafür unbedingt einen Kochlöffel und kein Handrührgerät. Das geht auch schön einfach, da der Teig schön locker und fluffig ist – genau wie später auch der Kuchen.

Wenn alles gut vermischt ist, fettet ihr eure Gugl-Form (oder eine Kastenform) gründlich ein und streut etwas Mehl oder Paniermehl in die Form. Verteilt das gut und klopft den Rest wieder aus. Wenn eure Form aus Silikon ist, müsst ihr sie nicht vorbereiten. Gebt ca. die Hälfte des Teiges hinein. Über den restlichen Teig siebt ihr das dunkle Kakaopulver (kein Instantpulver verwenden, sondern echten Kakao!) und gebt die 2 EL Milch dazu. Nun verrührt ihr alles gründlich mit einem Löffel, gebt den dunklen Teig ebenfalls in eure Kuchenform und zieht mit einer Gabel spiralförmig durch den Teig, so dass später ein schönes Marmormuster auf eure Kuchenstücken zu sehen ist.

Nun schiebt ihr die Kuchenform auf die mittlere Stufe und backt den Kuchen ca. 60 Minuten. Macht nach 50 Minuten mal eine Stäbchenprobe, denn der Kuchen sollte nicht zu trocken werden.

Wenn er fertig ist, lasst ihr ihn noch eine Weile in der Form und stürzt ihn dann erst auf eine Kuchenplatte oder einen Rost. Ich finde ihn am leckersten nur mit Puderzucker bestäubt. Ganz nach Belieben gehen aber natürlich auch eine Schokoglasur oder Zuckerguss. Auf jeden Fall ist er himmlich leicht und locker, dieser ganz gewöhnliche und doch extraordinäre Amaretto-Marmor-Gugl-Genuss.

Und nicht vergessen: morgen geht's luftig-leicht weiter mit Sommerblüschen und bunten Kleidchen!

23. Januar 2015

Polly und Peppa: Zungenkuss und Himbeerquark

Foto: Kathrin Stahl, cakesmash.hamburg
Nun ist das neue Jahr schon wieder fast einen Monat alt und ich habe die neue Blogsaison noch gar nicht eröffnet. Hier hinter den Kulissen tut sich aber so einiges! So bin ich gleich nach den Ferien wieder in schöne neue Designs eingetaucht, habe Bleistift und Maus geschwungen, Pläne geschmiedet und meine Stoffberge umsortiert. Und vorallem neue Stoffe dazu sortiert! Der Platz im Schrank ist mir schon längst ausgegangen. Manchmal fühle ich mich in meinem Atelier wie in einem Teppichspeicher in der Hamburger Speicherstadt. Dort muss man sich auch den Weg zwischen gestapelten Teppichen bahnen – so ähnlich wie in meinem Atelier lach.

Für das neue Jahr habe ich keine besonderen Vorsätze gefasst. Vorsätze sind spätestens nach zwei Wochen im Januar oll und man stellt fest, dass sie einen entweder knebeln, völlig unenspannt werden lassen oder man doch keine Lust auf sie hat. Deshalb habe ich beschlossen, dass ich mir einfach ein paar Sachen für mich wünsche. Meinen Kindern sage ich immer, dass man sich alles wünschen darf. Ob es dann auch in Erfüllung geht, steht auf einem anderen Blatt.

Einer meiner Wünsche für meinen Blog war, dass ich wieder mehr über dit und dat berichte und nicht nur über Stoffe, Schnittmuster oder Gebasteltes. Aus meinen Statistiken weiß ich, dass ihr diese drei Sachen am Liebsten lest. Aber ich lese meinen Blog ja auch gern (ja, echt!) und ich wünsche mir wieder eine bunte Mischung. Ich hoffe, das ist ok für euch!

Und ich fange gleich mal damit an... meine Freundin Kathrin Stahl, die mich auch schon oft fotografisch bei der Umsetzung meiner Kollektionsfotos tatkräftig unterstützt hat, bietet in ihrem Hamburger Studio seit einer Weile auch Cake Smash Shoots für Babys an. Die Idee kommt (woher auch sonst?) aus den USA. Dort dürfen die Babys rund um ihren 1. Geburtstag nach Herzenslust vor der Kamera in einer bunten Torte wühlen. Die Babys haben dabei eine Menge Spaß und die Eltern, Omas, Paten etc. eine schöne Erinnerung und witzige Fotos. Als sich Lotte, der Goldendoodle meiner Freundin, auch ins Set setze, setzte Kathrin ihr kurzerhand ein Hütchen auf und servierte ihr eine Torte aus Dosenfutter. Lotte war begeistert und der Cake Smash für Fellnasen war auch in Hamburg angekommen!

Polly und Peppa, meine beiden offiziellen Hamburger-Liebe-Musen, wollten das natürlich auch und Kathrin lud uns alle (das Kleinvolk wollte natürlich Zeuge sein, wenn sich die beiden in die Torte stürzen) zu sich ins Studio ein. Für die Torte und die Deko habe ich gesorgt. War klar, oder? Einmal Bastelmutti, immer Bastelfrauchen.


Wat ein Spaß! Polly ist natürlich ein alter Kamerahase. Sobald einer eine Kamera oder ein Handy zückt, setzt sie sich in Pose. Peppa macht prinzipiell alles, was Tante Polly vormacht. Aber der glatte Boden im Set und das wummernde Papier hinter ihrem Popo fand sie nur so mittelgut. Die Torte durften die beiden deshalb ohne glatte Scheibe unter den Pfoten schlachten. Es sollte ja auch Spaß machen!

Und die albernen Puschel auf dem Kopf? Sorry, aber wat mut, dat mut. Wenn sich Tante Erna und Tante Pruseliese zur heißen Schlacht am kalten Buffet treffen, darf das Puschelhütchen nicht fehlen. Die habe ich übrigens mal aus bunten Servietten gemacht und sie kamen als Pompons schon bei einigen Geburtstagen als Deko zum Einsatz. Zuerst gab's Kekse, dann Torte, dann Zungenküsse und zum Abschluss noch einen Kauknochen. Den durften die beiden aber dann mit nachhause nehmen. Es war nämlich ein bisschen wie nach einem Kindergeburtstag. Dank der ebenfalls anwesenden Lotte und dem Kater James, der meine beiden Grazien zeitweise etwas aus der Fassung gebracht hat, waren die beiden am Schluss total erledigt und Polly wusste gar nicht, wie sie abends ihren dicken Kuchen- und-Naschibauch auf dem Sofa betten sollte lach.

Let the party begin...










Kathrin ist eigentlich in erster Linie Familien- und Hochzeitsfotografin. Aber ich glaube, die Cake Smash Kiste macht ihr richtig viel Spaß. Wir haben uns jedenfalls über die lustigen Kussbilder herzlich beömmelt. Schaut gern mal auf ihrem Blog, da findet ihr noch mehr lustige Bilder von P und P! Und auf ihrer Cake Smash Seite für Babys und für Vierbeiner erfahrt ihr alles weitere, wenn ihr auch solche witzigen Fotos haben wollt.

Meine zwei Süßen lecken sich übrigens nach jeder Mahlzeit gegeseitig die Schnuten. Es könnte ja noch irgendwo ein Krümel hängen.

Was aussieht wie eine Himbeertorte, ist übrigens eine sehr eigenwillige Kreation. Für die Torte habe ich zwei Dosen gut zermatschbares Dosenfutter genommen (hier: Welpenfutter von Terra Canis, Lamm mit Zucchini und Fenchel), in eine Suppenschüssel gedrückt und auf eine Tortenplatte gestürzt. Für das „Frosting“ habe ich Magerquark mit ein paar Tropfen pinkfarbener Lebensmittelfarbe vermischt (ein bisschen Rotebeete-Saft geht bestimmt auch) und draufgestrichen. Die beiden Ps liebe Quark und Joghurt. Der Rand ist aus Hundekeksen vom Futterhaus. Klebt prima von alleine. Eigentlich wollte ich noch meine Tortenspritze mitnehmen, hab ich aber leider vergessen. Quarkröschen hätten bestimmt nochmal extra schick ausgesehen. Ja ich weiß, man kann auch übertreiben grins!

Danke liebe Kathrin für diesen tollen Fotospaß!

Hallo liebe Leser, hallo neues Jahr! Ich freue mich, dass es jetzt endlich wieder losgeht! Ich hoffe, ihr euch auch!

31. Dezember 2014

Best of and good bye 2014!

Liebes 2014, nun bist du fast zu Ende. Du warst ein ganz schön aufregendes Jahr, das muss man dir lassen! Du hattest Höhen und Tiefen und manches Mal hatte ich ganz schön an dir zu knabbern. Dafür hattest du ein paar echte Highlights parat und unterm Strich warst du ein ziemlich tolles Jahr.

Das erste Mal Skifereien mit den Kindern und die Reise nach New York! Die Fly-Kollektion, der Besuch beim Hamburger Schwanenvater , ein ganz besonderes Hörspielerlebnis und im Mai dann unser süßer Rudelzuwachs Peppa. Es gab unzählige neue Stoffe und Bänder, Genähtes, Gebasteltes, Gekochtes und Gebackenes. Auf Instagram konntet ihr immer mal durch's Schlüsselloch in mein Nähzimmer luschern, mich auf meinen Reisen begleiten oder meine Milchschaumberge bestaunen (mein Geheimnis liegt übrigens in meinem superduper Milchaufschäumervon Severin und der Sojamilch von Alpro, die beide in Kombination die allerbesten Milchschaumgebirge ergeben. Und nein, für diese Aussage wurde ich weder von S. noch von A. bezahlt lach).

Danke, dass ihr mich durch dieses Jahr begleitet habt! Eure Kommentare auf allen Kanälen haben mich durch's ganze Jahr begleitet und ich danke jedem von euch, der sich die Zeit nimmt und mir ein Feedback gibt! Ohne euch gäbe es diesen Blog nicht!

Kommt ihr nochmal mit auf eine kleine Bilderreise durch's Jahr? Ich habe meine Lieblinge zusammengewürfelt...

Allen voran war mein Jahr bunt! Und so soll auch das nächste werden. Denn bunt mag ich am allerliebsten!


Ich habe ein paar wunderbare Orte besucht – alleine, mit meiner Familie oder mit Freunden. Am liebsten hatte ich es, wenn irgendwie Meer dabei war. Aber auch Dresden, Berlin, München und unseren Skiurlaub in der Schweiz habe ich sehr genossen. Eine großartige Zeit hatten wir im Sommer in Dänemark. Und besonders aufregend war natürlich New York im Mai.

von links oben nach rechts unten: Dresden, New York, Sylt, Dänemark

Aber auch während der aufregendsten Reise habe ich mich unbändig auf zuhause gefreut. Hamburg, meine Perle!

Deichtorhallen, Hafen am Abend, Alsterjolle, Eppendorfer Schäfchenhimmel

Zuhause habe ich euch oft mit in meine Küche genommen. Es gab Kuchen (vorallem ganz viele Gugls in klein und groß), Marmelade, Pizza, Suppe, Frühstück, Abendessen...

Geburtstagsgugl, Vanille-Marzipan-Gugl, Schoko-Mini-Gugls, Erdbeertörtchen

Gemüsesuppe, Blumenpizza, Kürbismarmelade, Flapjacks
Es gab jede Woche frische Blumen. Ganz besonders habe ich in diesem Herbst meine Dahlienliebe ausgelebt. Ich habe mir jede Woche vom Markt gleich meherere Sträuße mit nachhause gebracht und sie in allen Ecken in unserem Zuhause arrangiert.


Und natürlich gabe es jeden Tag Kaffee mit Milchschaumgebirge (siehe ganz oben...).


Auch in diesem Jahr gab es wieder viele neue Stoffe und Tutorials. Besonders schön finde ich, wenn ihr mir zeigt, was ihr aus meinen Stoffe genäht habt. Bitte tagt mich weiterhin auf Instagram mit @hamburgerliebe, ich liebe das! Ich freue mich auch über jedes Mail mit Foto oder über Nachrichten auf Facebook. Auch wenn ich nicht immer sofort schaffe, zu antworten, freue ich mich über jede einzelne Nachricht!

Simply Boats, Elephant Love, FuchsGans, Kamehameha (coming soon!)

Schreibmäppchen, Pucksack, Indianerschmuck, Knopfleiste für Shirts

Genadelt habe ich in diesem Jahr auch eine Menge! Mützen, Decken, Strickjacken, Eierwärmer. Mit Stricknadeln, Häkelnadeln und auch mal ganz ohne Nadeln...

Sommerbeanie nach Boshi-Anleitung, Cardigan, Mini-Boshi für Eierköppe, Loop ohne Nadeln

Und dann sind da noch meine Liebsten: mein Liebster (wie immer ohne Bild), meine Kinder und meine herzallerliebsten Fellnasen. Alle fünf meine wichtigsten Konstanten in meinem Leben.



Und all das seht ihr nur, weil ich ein unverbesserlicher Fotofreak bin. Immer die Knipse – welche auch immer – im Anschlag. Nichts ist vor meiner Linse sicher. Nichtmal ich selber lach. Aber für Selfies habe ich unbedingt meine fotoverrückten Fellnasen im Arm. Die kommen nämlich immer schon angeschlichen, sobald einer einen Foto zückt. Hier meine liebsten Knipsereien:




Ich freue mich auf das nächste Jahr und bin gespannt, was es alles für uns an Überraschungen bereithält. Ich wünsche euch allen einen guten Rutsch und einen wunderbaren Start ins neue Jahr! Und ich hoffe, wir lesen uns bald wieder!

23. Dezember 2014

Merry, merry, merry...


Ihr Lieben! Der Marathon ist fast geschafft, das Ziel zum Greifen nahe! Und das, nachdem ich mir so fest vorgenommen habe, dass es in diesem Jahr kein Marathon werden soll. Übrig bleiben – wie immer – zu viele „hätte, würde, könnte“, dass es fast schon weh tut. So habe ich zwar in diesem Jahr – mehr oder weniger erfolgreich – simplify your christmas betrieben, aber war so ferngesteuert wie schon lange nicht mehr. So bleibt nur der Vorsatz, im nächsten Jahr noch ein bisschen mehr Mut zur Lücke zu beweisen und vielleicht meinen Kindern, die dann auch wieder ein Jahr älter und weiser und verständiger sind, klarzumachen, dass man nicht an jeder Weihnachtsfeier teilnehmen muss und Termine in der Adventszeit mit Vorsicht zu genießen sind. Auch wenn mittlerweile jeder Pupsverein, jede Musikstunde, jede Nachmittagsbeschäftigung ihre eigene kleine aber nicht minder wichtige Weihnachtsfeier feiern muss. Dieses aufoktoyierte besinnliche Beisammensein, das so wenig besinnlich ist und sowenig mit der Geschichte an sich zu tun hat, nämlich dem Kind in der Krippe, ist eine echte Last und ich empfinde das von Jahr zu Jahr als belastender. Werde ich alt? Vielleicht. Vielleicht aber auch ein bisschen einsichtiger und vielleicht will ich auch meine Zeit nur ein bisschen bewusster und wertvoller verbringen, als mit selbstgekauften Plätzchen von einem Termin zum nächsten zu hetzen.

So haben wir – trotzdem – diese rareren stillen Momente genossen. Zusammen, ganz leise. Gebastelt, gesungen (oder geflötet, denn das geht mit dem kleinen Fräulein sogar schon zweistimmig), die Kerzen angesehen. Die Adventsdeko ist größtenteils im Keller geblieben und es gab auch nur einen kleinen gekauften Adventskalender für die Kinder. Die das ausdrücklich wollten. Geschenke gibt es schon zu Weihnachten genug. Stattdessen haben wir uns ein gemeinsames Wochenende in Berlin geschenkt. Wunderbar, wenngleich auch ein bisschen Flucht vor dem stressigen Zuhause. Vor den nächsten Terminen, den Arbeitsstapeln, den vielen Projekten, die uns so umtreiben.

Dabei hat auch der Blog ein wenig gelitten, aber weniger ist manchmal mehr. Wenn ich mich so umgesehen habe, wie ein Adventskalender den anderen und ein Gewinnspiel das nächste gejagt hat, dann wurde mir ganz schwindelig. Da wollte ich nicht auch noch eure kostbare Zeit stehlen. Ich habe auch weiterhin ganz viele Ideen für euch, aber die werden nicht schlecht, die halten sich auch bis zum nächsten Jahr.

Wenn ihr alle die Feiertage genossen habt. Das Kind in der Krippe bestaunt, die Lichter, mit großen Augen ehrfürchtig vor dem Christbaum gestanden und ein wenig zur Ruhe gekommen seid.

Ich für meinen Teil brauche dringend ein bisschen digital detox, ein bisschen weniger mobil und Input, ein bisschen mehr Nichtstun und die Gedanken spazieren führen.

Ich wünsche euch das auch! Ich wünsche euch und euren Familien ein zauberhaftes Weihnachtsfest, entspannte Feiertage ohne Muss und Soll. Macht's euch hübsch und gemütlich! Wir lesen uns wieder!


17. Dezember 2014

Write from the heart – schöne Schreibhefte mit viel Hamburger Liebe

Meine heimliche Leidenschaft ist ja die Papeterie. So heimlich, dass kaum einer davon weiß. Irgendwie hat es von meinen mittlerweile elf Postkartenmotiven gerade mal eins auf den Blog geschafft. Und das ist schon eine ganze Weile her. Das Motiv ist übrigens immer noch erhältlich, ich habe schon den dritten Nachdruck im Schrank liegen. Und das mit „im Schrank liegen“ meine ich wortwörtlich. Denn die Handvoll Händler, die von meiner heimlichen Leidenschaft wissen, bestellen zwar immer wieder nach, aber ich schaffe es einfach nicht, euch allen mal davon zu erzählen.

Also: Frau Hahaell macht auch in Papier. Zwar nur ganz klein und mehr so hobbymäßig, aber nicht minder leidenschaftlich.

Meine neuestes Papierprodukt sind Schreibhefte. Voll toll! Außen ganz viel Hamburger Liebe, innen 32 Seiten liniert mit viel Platz für Gedanken, Ideen, Notitzen, Geschichten. Im Moment gibt es die Hefte bei Glücksmarie in Hamburg-Winterhude, bei Limetrees und bei Alles für Selbermacher.

Interessierte Wiederverkäufer schreiben mir gern ein E-Mail, dann sende ich euch meine aktuelle Übersicht für Papeterieprodukte zu.

Ich weiß gar nicht, in welches ich zuerst schreiben soll. Mein kleines Fräulein hat ständig ihre kleinen Finger in den Kartons, sie braucht sie natürlich alle. Eh klar. Ich freu' mich für mich selbst, dass ich jetzt endlich mal wieder kleine Geschenke im Schrank liegen habe. Also, wer mich demnächst mal zum Kaffee einlädt...


Meine Postkarten zeige ich euch demnächst mal!

16. Dezember 2014

Tutorial Tuesday: wie ihr ratzfatz ein Schreibmäppchen mit Endlosreißverschluss und Paspel näht, das mächtig was her macht.

Habt ihr auch kurz vor Weihnachten diese wahnwitzigen Ideen, dass ihr schnell noch für Hinz und Kunz unbedingt selbstgemachte Geschenke machen müsst? Obwohl dafür eigentlich gar keine Zeit mehr ist? Oder ihr (im schlimmsten Fall) auch noch schnell ein Tutorial dafür schreiben wollt (obwohl eigentlich dafür gar keine Zeit ist)? Am besten man gibt sich dem Zwang hin, am Ende fühlt man sich nicht schlechter als vorher. Im Gegenteil: nähen macht nämlich glücklich. Nicht nur im Sommer, sondern auch in der allergrößten Vorweihnachtshektik.

15. Dezember 2014

Come to Hawaii... Kamehameha, die neue Kollektion für den nächsten Sommer!

Kameha... was!? Auch ich musste ein paar Mal laut vor mich hinsprechen, bevor ich es fehlerfrei drauf hatte: Ka-meha-meha. Eigentlich ganz easy. Kamehameha – so hieß der erste König von Hawaii. Der, der erstmal alle Inseln friedlich zu einem Inselstaat vereint hat. Man sagt ihm nach, er wäre ein gütiger, großzügiger und beliebter Herrscher gewesen. Vermutlich hat er nur das verkörpert, was sein Volk noch heute pflegt: den Aloha-Spirit. Das ist diese freundliche Gelassenheit, ein friedliches Miteinander, das Leben zusammen genießen. Aloha sagen die Menschen zur Begrüßung mittlerweile nicht mehr nur auf Hawaii. Aber wahrscheinlich wissen nur die Menschen dort, was es bedeutet. Aloha heißt so viel wie „Liebe“, „Nächstenliebe“ oder „Miteinander“.