2. September 2014

Tutorial Tuesday: easy peasy Bindegürtel aus Lederresten


Es gibt ja so Projekte, die spuken mir oft monatelang im Kopf herum. Irgendwie kommen sie immer wieder und lassen mich nicht mehr los. Und wenn es auch nur darum geht, Lederreste aneinander zu nähen.

Im Sommer hatte ich ein Jerseykleid. Hö, was ist daran bitteschön so besonders? werdet ihr jetzt sicherlich denken. Besonders deswegen, weil ich die letzten 10 Jahre so gut wie keine Kleider getragen habe. Also außer mal zu Weihnachten oder so. In diesem Sommer habe ich beschlossen, dass vermutlich keiner außer mir meine Beine nicht schön genug für Kleider und Röcke findet und dass ich mich bitteschön nicht so anstellen soll. Und es hat sich gar nicht so schlecht angefühlt (siehe hier). Ich könnte mich quasi dran gewöhnen. Aber der Punkt war, dass an eben diesem Jerseykleid (dass ich mir gekauft und nicht selbstgenäht habe!) ein Bindegürtel aus Leder war. So ein dünnes Schnürchen aus braunem Leder. Und seit ich immer wieder dieses Kleid trug, überlegte ich mir jedes Mal, ob man sowas auch selber machen kann – aus unterschiedlich farbigem Leder.

Man kann und zwar total easy! Da ja schon bald wieder die Weihnachtsgeschenkeproduktion anläuft, könnt ihr schon mal an die beste Freundin, Schwägerin, Nachbarin oder wen ihr sonst mit Selbstgemachtem beglücken wollt ... denken. Das Leder sollte allerdings nicht zu dick sein, sonst wird der Gürtel zu steif und man kann ihn nicht mehr gut binden.

Und das geht so:

Zuerst ermittelt ihr mit einer Schnur oder einem längeren Band, wie lange euer Gürtel werden soll. Überlegt am besten schon vorher, zu welchem Kleidungsstück ihr den Gürtel tragen wollt und ob ihr ihn vielleicht zweimal oder einmal um eure Taille schlingen wollt. Achtet auch darauf, auf welcher Höhe der Gürtel sitzen soll – eher in der Taillie oder eher hüftig.


Eure Lederstreifen sollten 10-15mm breit sein und zusammen die doppelte eurer ermittelten Länge ergeben, da die Lederstreifen doppelt gelegt werden – vorne und hinten. Mein Gürtel ist ca. 175 cm lang und demnach musste ich 350 cm in der Länge zuschneiden. Ich hatte mir vor einer Weile mal Lederzuschnitte bei Manu-Faktur bestellt, die sind wirklich toll! Leider hat ihr Shop im Moment Urlaubspause, aber die geht bald vorüber.

Meine Zuschnitte sind großzügig Din A4 groß, d.h. ca. 30 cm in der Höhe. Ich habe also 12 Streifen à 15mm Breite verwendet.


Legt euch eure erste Reihe mit der linken Seite nach oben auf eine flache Unterlage und verbindet alle Streifen mit Stylefix. Macht die Stücke ruhig unterschiedlich groß und wechselt die Farben ab.

Dann zieht ihr das Stylefix Stück für Stück ab und klebt die obere Seite links auf links über die untere Seite. Achtet darauf, dass ihr keine Übergänge direkt übereinander habt. Sonst knickt der Gürtel beim Binden an der Stelle unschön ab.


Falls das letzte Stück übersteht, schneidet ihr das einfach ab. Überprüft nochmal die richtige Länge, bevor ihr euch an die Nähmaschine schwingt.

Nun näht ihr mit einer Leder- oder Jeansnadel beide Schichten knappkantig aneinander. Fangt am besten in der Mitte des Gürtels an, denn dann ist das Stück, wo die Naht übereinander geht, auf eurem Rücken.

An den Nahtstellen näht ihr mit einem ganz kleinen aber breiten Zickzackstich (am Anfang und am Ende kurz hin und her nähen!) senkrecht. Denkt daran, dass die Nahtstellen sowohl auf der Vorder- als auch auf der Rückseite des Gürtels sind.

Wenn ihr fertig genäht habt, könnt ihr den Rand mit dem Rollschneider nochmal ein wenig veräubern, sollten manche Stücke etwas breiter als die anderen geraten sein. So sieht das dann aus:

 Mein Gürtel ist zeimlich lang geraten...


 ... deshalb werde ich ihn wahrscheinlich eher zweimal um mich schlingen. Aber zum Kleid ist auch das rechts ganz hübsch...

Polly auf jeden Fall findet's super. Ob nun den Gürtel im Speziellen oder Frauchen im Bessonderen kann ich nicht so genau sagen.

Und ihr so? Ich wünsche euch auf jden Fall viel Spaß beim Nachmachen!


21. August 2014

Back to school – zurück zum Alltag und ein Freebie für euch!

Ich weiß nicht, wie es euch geht – aber das Ferienende betrachte ich mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Zwar freue ich mich, dass ich nun endlich wieder regelmäßig Zeit an meinem Schreibtisch und bei meinen Nähmaschinen verbringen darf. Aber das süße Leben mit meinen Kids habe ich sehr genossen. Die Sonne hat uns die gganzen Ferien über verwöhnt. Dass nun der Herbst so knall auf Fall vor der Tür steht, lässt uns deswegen nicht grämen. Soll er doch. Wir haben Sonne satt und reichlich gute Laune getankt.

Und weil ich so herrlich motiviert und beschwingt bin und außerdem die Lenis Dream Stoffe für die Händler ab sofort vorbestellbar sind, habe ich noch ein kleines Geschenk für euch. Einige von euch kennen vielleicht noch meine Schulheftetiketten zum Selbstausdrucken. Ich habe sie für euch um ein paar Motive erweitert: die Lenis Dream Edition!


Unter diesem Link könnt ihr euch die Vorlagen runterladen. Natürlich gibt es auch immer noch die Supaheroes, die Sockmonkeys und Cosmicgrrl auf ihrem Chopper.


Die Etiketten sind wie immer nur für den Privatgebrauch gedacht und nicht für massenweise Vervielfältigung. Aber das wisst ihr sicher...

Nun wünsche ich allen Schulkindern einen guten Start nach den Ferien und allen i-Dötzchen (die in Hamburg erst nächste Woche ihren großen Tag haben) einen tollen Start in das Abenteuer Schule, nette, verständnisvolle und geduldige Lehrer und viele neue Freunde! Vielleicht erzählt ihr denen ja gleich mal von den Heftetiketten? Ich würde mich freuen!

14. August 2014

Huhu Leni, aufwachen! Ich muss dir was erzäääählen!


Wie ihr alle wisst, sind Hamburger-Liebe-Designs in der Regel limitierte Drucke. Wenn sie ausverkauft sind, sind sie weg, es ist Platz und Zeit für Neues. Ich finde, das ist gut so und soll auch so bleiben.

Wie bei jeder Regel gibt es aber auch hier Ausnahmen. Nämlich immer dann, wenn auch nach einiger Zeit der „Nichtmehrverfügbarkeit“ die Menge der E-Mail-Nachfragen nicht abreißen und ich auch nach einem knappen Jahr immer noch Anrufe von verzweifelten Müttern/Tanten/Patinen/Omas bekomme, derern Tochter/Nichten/Patenkinder/Enkel sich ganz total dringend ein Kleidungsstück aus eben jenem Stoff wünschen, den es einfach nirgendwo mehr zu kaufen gibt.

So geschehen bei Lenis Dream, bei dem es sich um eines eurer Lieblingsdesigns zu handeln scheint lach! Lest euch unbedingt nochmal die Geschichte zur Entstehung von Lenis Dream durch, ich finde sie auch heute noch besonders süß. Wenn Leni damals, als sie das Bild malte, geahnt hätte, was sie da für einen Boom auslöst? Ich fand das Design der Stoffe damals ja grenzwertig kitschig, aber auch mein kleines Fräulein schläft noch immer am Liebsten in ihrem Einhorn-Nachthemd und quetscht sich auch noch immer in das türkise Langarm-Shirt, dass ihr eigentlich schon viel zu klein geworden ist. Ein echter Mädchentraum! Leider konnte selbst ich nicht mehr für Nachschub im Kleiderschrank sorgen, da auch meine Vorräte nun endgültig zur Neige gegangen sind. Deshalb konnte ich auch keine der verzweifelten Nachfragen positiv beantworten.

Also lange Rede, kurzer Sinn: Lenis Dream wird nochmal aufgelegt. Die Stoffe werden identisch zu denen vom letzten Jahr sein. Es gibt also wie beim letzten Mal drei Farbversionen: Pink, Lüla und Türkis. Aaaaaber (und ein Aber gibt es ja immer!) das Design wird nur tatsächlich nachgedruckt, wenn in der Vororderphase ausreichend Bestellungen eingehen, so dass eine wirtschaftliche Produktion möglich ist. Heißt also: wenn der Hamburger- Liebe-Newsletter von Hilco nächste Woche versendet wird (und erst dann ist eine Bestellung möglich!), können die Lenis von euch Wiederverkäufern geordert werden. Für euch Vernäher dauert es dann noch ein bisschen, aber die Weihnachtsgeschenke sind auf jeden Fall gesichert. Die Stoffe werden im November ausgeliefert.

Fotos: Frau Liebstes

Ich weiß, dass ist noch schrecklich lange hin. Aber ist es nicht auch gut zu wissen, dass sich das Warten lohnen wird?

Übrigens kommt mit Lenis Dream noch ein weiteres neues-altes Design, dass ihr immer alle sehr geliebt habt und noch immer liebt. Es sieht ein bisschen anders aus, aber ist irgendwie noch immer das alte. Und es kommt auf kuschelig weichem Nicki. So, mehr verrate ich euch jetzt aber nicht.

Und jetzt alle so.... YEAH!!!

12. August 2014

Tutorial Tuesday: Kleines Kragenlatein Teil 5, Halsbündchen gecovert

Es ist mal wieder Zeit für eine neue Folge Kragenlatein, findet ihr nicht? Hier findet ihr übrigens Teil 1, Teil 2, Teil 3 und Teil 4.

Seit dem ich meine Ovi-Cover-Kombi-Diva (ich habe früher davon berichtet) sprichwörtlich zum Fenster rausgeschmissen habe und nun mit zwei separaten Maschinen (siehe FAQs) nähe, bin ich ein richtiger Cover-Fan geworden. Ich nähe im Moment tatsächlich am liebsten die Art von Bündchen, wie ihr sie oben auf dem Bild seht. Sie gehen schön fix, tragen nicht auf und kratzen nicht am Hals. Außerdem machen sie ziemlich was her und darauf kommt es ja an lach! Ein paar von euch haben mich immer wieder nach einem Tutorial gefragt und das habe ich nun schon viel zu lange auf meiner Agenda stehen. Wo passt das besser, als in meine kleine Kragenlateinreihe?

6. August 2014

Oh Sommer, oh wundervolle Langeweile


Neulich waren wir im Sommerurlaub. Ist das wirklich erst zwei Wochen her? Kommt mir schon viel länger vor. Aber es war ganz wunderbar, genauso wie wir es uns gewünscht haben: Sommersonne satt und sonst gähnende Langeweile.

Langeweile ist nämlich purer Luxus, wie ich finde. Immer wenn eins meiner Kinder zu mir sagt „Och menno Mama, mir ist ja sooo langweilig!“ antworte ich euphorisch „Wie wunderbar mein Kind! Ich freu' mich für dich!“. Meistens ernte ich dann einen verständnislos-genervten Blick, gleich gekoppelt mit der Forderung nach einem Entertainmentangebot. Die Kinder unserer Zeit eben. Gehetzt von Terminen, überfrachtet von visuellen, akustischen und informativen Reizen. Während der Schulzeit mit Hort, AGs und diversen Freizeitaktivitäten, die ich versuche so klein wie möglich zu halten, kann das Kleinvolk gar nicht mehr so richtig abhängen und gelangweilt in der Nase bohren.

Dabei kommen einem bei Langeweile die besten Ideen. Das Hirn fäng erst an zu arbeiten, wenn man es nicht ständig mit neuen Reizen füttert. Also, das klingt jetzt vielleicht nach Hausfrauenphilosophie, aber ich denke es ist viel Wahres dran.

Auch ein Grund, warum wir in diesem Jahr mal wieder nach Dänemark an die Nordseeküste fahren wollten. Da ist es nämlich – ohne den Dänen zu nahe treten zu wollen – ganz wundervoll unaufgeregt und ziemlich langweilig. Wenn man das zulässt.

5. August 2014

Winterstoffe vernähen bei dem bombigen Sommer da draußen? Nö, ohne mich...


Eigentlich sollten hier Herst- und Winterstoffe unter der Maschine rattern. Tun sie aber nicht. Mich hat nämlich ein akuter Anfall von „Ich will jetzt auch endlich mal ein Sommerkleid für diesen Jahrtausendtropenwasauchimmersommer! Jetzt!“. So! Gesagt, genäht.

Seit dem ich das Design My Mandala aus der Elephant Love Kollektion entworfen habe, träume ich von einem bodenlangen Sommerfähnchen. Meine Freundin würde jetzt sagen „bodenlang macht dich ja noch kleiner als du eh schon bist.“ Pöh! Mir doch egal!

Der Schnitt ist Lorelady von Jolijou. Nur, dass ich mir das sehr zeitaufwändige Geraffe am unteren Rockteil gespart habe. Ebenfalls habe ich auf einen Reißverschluss an der Seite verzichtet. Stattdessen habe ich zwei Gummis in das obere Rückenteil eingenäht. Neckholderträger dran, aus die Maus. Neckholder ohne was drunter ist in meinem Alter grenzwertig (finde ich), denn die Schwerkraft gewinnt die Oberhand. Nachedem ich allerdings festgestellt habe, dass einige meiner futuristischen Schwerkraftbekämpfer die Möglichkeit bieten, die Träger zum Neckholder zusammen zu klipsen, ist das also auch kein Hinderungsgrund mehr.

15. Juli 2014

Warum wir alle HAPPY sein sollten – jetzt!

Während es um unser dänisches Ferienhaus dicke Tropfen regnet, sitzen wir gemütlich auf dem Blümchensofa und genießen die Aussicht. Naja, jetzt im Moment genießen wir eher die Aussicht in der Glotze, die ausnahmsweise mal am Vormittag läuft. Aber wann kann man schon live dabei sein, wenn Weltmeister nach Hause kommen? Habt ihr auch noch das Dauergrinsen von Vorgestern im Gesicht? Ich muss ja gestehen, dass mich Fußball im Allgemeinen und die WM im Besonderen nicht wirklich tangiert. Aber das Spiel musste ich dann doch mitgucken. Was war das spannend!

Mein Mann und meine Kinder waren Feuer und Flamme und wenn nicht Ferien wären, würden wir jetzt allesamt mit dicken, dunklen Augenringen herumsitzen oder uns in die Arbeit und in die Schule schleppen müssen. Aber wir sind einfach nur happy!

Einen weiterer Grund HAPPY zu sein verrate ich euch jetzt: Exklusiv für Stoff & Liebe habe ich im April eine Neuauflage eurer Lieblingsdesigns aus der Happy-Serie umcoloriert. Die 4 Designs gibt es ab sofort auf Jersey im Online-Shop von Stoff & Liebe zu kaufen. Und nur da!

Bei diesem Bild gerate ich ins Schwärmen: Dany von Andersnahtig hat ihre Tochter in diesem tollen Gewitterstimmungsbild festgehalten... in einem wunderschönen Happy-Shirt. Mehr tolle Fotos findet ihr auf ihrem Blog.

Die Farbpalette ist so angelegt, dass ihr die neuen Happys auch zu einigen Designs der Fly- und auch der Elephant-Love-Serie kombinieren könnt. Außerdem finde ich, dass sie sich besonders gut zu Jeans kombinieren lassen.