31. März 2009

Zwischenstand

Nach ungefähr der Hälfte des quiltens bräuchte ich dringend eine Nackenmassage. Es grenzt an Schwerstarbeit, diese Stoffmassen kontrolliert durch die Maschine zu quetschen und dabei auch noch graziöse Piruetten zu drehen. Meine Arme und Hände fühlen sich an, wie wenn ich ein Beet mit der Hand umgegraben hätte. Also doch echte Handarbeit. Aber ich bin sehr stolz, jaja.

Allerdings brauche ich jetzt dringend mal eine Pause – da kommt der Termin in der Musikschule heute nachmittag gerade recht.

30. März 2009

Wow.

Hier liegt ja noch der Quilt und wartet auf Vollendigung.

Nachdem ich den Stopffuß im Zubehör meiner Nähmaschine ziemlich schnell lokalisieren konnte, musste ich für die Gebrauchsanweisung erst mal mein halbes Büro und Nähzimmer auf den Kopf stellen. Ich hatte nämlich keinen Plan, was ich mit dem Fuß machen sollte und ob ich meiner reichlich betagten Nähmaschine tatsächlich solche Wunder wie Freihandquilten vollbringen könnte.

Was soll ich sagen? Ich bin völlig platt angesichts dieser neuen Möglichkeit. Seemownay hat in ihrem Kommentar gesagt, man bräuchte einen Stopffuß und Übung... mit den Trockenübungen habe ich mich gar nicht so lange aufgehalten, denn schließlich gilt bei mir eher „learning by doing“. Wenn dieser Quilt nix wird, dann näh ich eben noch einen.

Es ist schon ziemlich ungewohnt, wenn die Maschine nur dahin näht wo man den Stoff hin schiebt und dann sind das ja gleich drei Lagen Stoff, mit dickem Volumenvlies dazwischen und es ist eine ganze Decke (!), d.h. man hat jede Menge Gestopfe links und rechts zu bewältigen. Angesichts dieser vielen Faktoren, die man als multitaskingfähige, moderne Hausfrau, Mutter, Familienmanagerin und Businessfrau natürlich spielend bewältigt hüstel, habe ich mir die Linien, die ich nähen wollte dennoch auf den Stoff gemalt. Ich wäre sonst schlichtweg überfordert.

Nun sehe Sie sich das mal an. Wie gesagt, ich bin selbst ganz platt.

27. März 2009

Mein Bild vom Glück

Frau...äh...Mutti hat's erfunden, bei Frau Antonmann habe ich es entdeckt: Das „Bild-vom-Glück-Stöckchen“. Weil ich es so schön finde und Bilder sowieso eine ganz wichtige Rolle in meinem Leben spielen (sichtbare und unsichtbare), will ich das Stöckchen aufheben.

Mein Bild vom Glück ist etwa sieben Jahre alt. Ich hatte gerade eine schwierige aber heilsame Trennung hinter mir und war dabei mich neu zu verlieben. Ich bin mit meinem treuesten Begleiter – Schnuffi – gerade in ein kleines Häuschen gezogen und habe mein neues Singleleben fern ab aller Verpflichtungen in vollen Zügen genossen. Das hat mir damals nicht nur Freunde gebracht, aber ich habe gelernt, die Welt mit anderen Augen zu sehen und mich von alten Mustern zu verabschieden. Es gibt nicht viele Bilder von mir, weil ich mich erstens nicht für besonders fotogen halte hüstel und zweitens habe meistens ich die Kamera in der Hand. Das Bild hat damals ein guter Freund von mir gemacht. Es war sozusagen der Anfang einer sehr glücklichen Zeit in meinem Leben und als ich das Stöckchen gefunden habe, musste ich sofort an dieses Bild denken. Ich musste erst mal danach suchen, denn es ist noch zu Zeiten analoger Fotografie entstanden.

Das zweite Foto, das ebenfalls einen Moment von Glück einfängt, ist ein Bild von einer meiner besten Freundinnen und mir. Es ist eine Weile vor dem obigen entstanden und wurde in einer Zeit aufgenommen, die ich eigentlich durch und durch unglücklich in Erinnerung habe. Es war zu Weihnachten und ich war so froh, dass sie da war. Ich erinnere mich an ausgedehnte Spaziergänge, viele Tränen und viele Freundinnengespräche. Nicht zuletzt haben mich eben diese auf's richtige Gleis geschickt.

Obwohl wir uns leider nicht oft sehen und hören, hat sie aber einen ganz festen Platz in meinem Herzen, sie ist wohl meine Seelenverwandte und da spielt Entfernung keine große Rolle. Luv ya, V!

Haben auch Sie ein Bild vom Glück? Bitte bedienen Sie sich!

26. März 2009

DIY

Warum sagt das kleine Kind eigentlich immer paparieren, wenn hier doch eigentlich nur Mama weiß, wo der Werkzeugkasten steht?

25. März 2009

Schnee & Currywurst

Wer, bitte schön, hat jetzt noch mal SCHNEE bestellt!?

Sagt der Sohn heute morgen Mama, ich freu mich sooo, dass es heute schneit!Aha, also ähm. sage ich, weil mir bei diesem überschäumenden Optimismus nichts weiter einfällt.

Und Mama, sagt der Sohn weiter, kommt jetzt bald Weihnachten?

Neinein, beeile ich mich zu sagen, das war's jetzt nicht schon mit dem Frühling. (Ich glaube, da hat er was falsch verstanden.)

Und dann später am Tag begegnet mir das.  

Heute durfte ich mal wieder „ausgehen“.

Ehrlich, seit dem wir nach Suburbia gezogen sind, bin ich eine richtige Landpomeranze geworden. Weiter als bis ins „Dorf“ zum Einkaufen komme ich selten. Einerseits fühle ich mich da draußen am Stadtrand deutlich entspannter als im brodelnden Centrum, vieles macht das Leben mit Kindern und Hund da draußen leichter. Zum Beispiel  Terrassentür auf, raus mit euch in den Garten. Nicht erst den halben Hausstand einpacken, vom vierten Stock nach unten transportieren (zum Glück hatten wir dort einen Fahrstuhl; wenngleich eine Miniaturausgabe, aber immerhin), ein paar Straßen weiter auf den Spielplatz, den Hund draußen anbinden.

Aber nach dem ich mein Büro im Haus habe, nicht zur Arbeit fahren muss, dort keine Kollegen treffe und mit meinen Kunden zu 90% telefonisch oder per Email korrespondiere, fällt mir manchmal die Decke auf den Kopf. Deshalb sind Tage wie dieser oder eben der heutige echte Qualitytime und ich genieße jede Minute davon.

Zuerst machte ich einen Besuch beim  Haupthaarverschönerer, bei dem ich ziemlich an Frau Antonmann und ihre Golfplatzfrisur denken musste. Seit Dezember habe ich (gewollt) ungefähr 30 cm an Haarlänge eingebüßt – und ich habe noch keine Kurzhaarfrisur – und das ist irgendwie gewöhnungsbedürftig. Zum Glück kann ich wuscheln und dann sehe ich nicht mehr wie 55 aus...

Bummeln war heute irgendwie nicht so angesagt. Erstens das Wetter (siehe oben) und zweitens das Budget. Entschieden habe ich mich dann für nicht weniger Luxus: Currywurst und Pommes rotweiß, mit einer Mopo, sitzend auf der Fensterbank, meine Straße im Blick.

Manchmal muss sowas einfach sein. Soulfood sozusagen. So ist dieser trübgraue Tag doch noch gerettet.  

24. März 2009

Danke auch!

Für die vielen Geburtstagsglückwünsche für das kleine Hühnchen will ich mich ganz artig bedanken – so wie das früher üblich war mit einem Stück Kuchen. Also greifen Sie zu: Chocolate-Fudge-Gebutstagstorte à la „Oh Cynthia“ mit extra Kalorienbomben-Frosting.

Angesichts der vielen Geschenke und Besuche (hauptsächlich hatte das große Kind Besuch) war das kleine Kindlein leicht überfordert und hatte irgendwann gar keine Lust mehr, Geschenke auszupacken (verständlicher Weise). Aber alle hatten trotzdem viel Spaß und vor allem viel zu viel Süßes. Wenn mir abends noch mal jemand Kuchen oder Gummibärchen angeboten hätte urgs...

Und der Wochenend-Teaser gedeiht langsam. Ein Coin Quilt (hier gesehen) für das kleine Ding. In genau den Farben, in denen ich das Kinderzimmer gestalten wollte. Der Farbeimer mit dem schönen Blautürkis steht allerdings immer noch im Keller und das Bettchen werde ich vermutlich zuende streichen kurz bevor das Kindlein in ein größeres Bett umsteigt. Beim Nähen bin ich allerdings ins Stocken geraten. Ich kann mich nämlich nicht entschließen, ob ich nun per Hand quilte oder mit dem Maschinchen. Hach?

23. März 2009

23.03.2007

Schon zwei Jahre alt! Du süße Maus, wir haben dich ganz dolle lieb! Bleib genauso wie du bist (auch wenn das manchmal ein bisschen anstrengend ist ;-)...)!

 

20. März 2009

Die Gartensaison ist eröffnet

Na endlich. So hab' ich mir den Frühling vorgestellt. Zwar hängen wir nun schon wieder reihenweise mit Rotznase rum, aber wen stört das schon bei diesem Sonnesatt-Wetter.

Gestern hat mich nichts mehr drinnen gehalten und ich habe gegraben, gebuddelt und gepflanzt, was das Zeug hält. An unserer Terasse ist zum Nachbarhaus so ein „Beetstreifen“, auf dem die letzten 30 Jahre alles mögliche gepflanzt und nicht gepflegt wurde. Unter anderem einige Rosenstöcke, teilweise schon 3m hoch, allerdings leider nie geschnitten und eine Farbkombination, die eine Beleidung für die Augen ist (Eliane: Wie passend, in der Reihe steht auch Herr Singl). Passend dazu ist die Rotklinkerwand auch noch mit einem großen Mauerstück aus hübschen 60er-Jahre-Glasbausteinen weitergebaut worden. Das ist das allernächste Projekt, die verschwinden zu lassen – hinter was auch immer.

Ganz über's Herz gebracht habe ich es dann doch nicht, alle Rosen auf den Kompost zu schmeißen und so habe ich wenigstens 4 von 6 ausgegrabenen Stöcken ratzekahl runter geschnitten auf ca. 40 cm und in ein anderes Beet umgesetzt. Den 3m hohen habe ich ein bisschen größer gelassen, der hatte noch einen relativ buschigen Trieb auf ca. 1m Höhe. Mal sehen, ob sie es überleben. Immerhin habe ich ihnen noch mal eine Chance gegeben. Während des Ausbuddelns habe ich mich dabei erwischt, wie ich einem großen Rosenstock zugemurmelt habe „Wehe du piekst mich, dann hast du verspielt!“

Auf dem freigewordenen Platz habe ich mir einen Küchenkräutergarten angelegt. Der Streifen ist schmal und eher uninteressant für Hunde und Katzen gelegen. Ein idealer Platz also für das Kräuterbeet. Die Sonne scheint allerdings nur bis zum frühen Nachmittag drauf. Der Salbei wird das wohl verzeihen, aber der Rosmarin? Ich lass' mich überraschen.

Nachmittags hat mir das kleine Kindlein noch mit Begeisterung geholfen, Sonnenblumensamen in zwei Blumentöpfe zu säen. Wenn die aufgehen, wir das wohl ein ziemliches Gedränge geben, denn mit Immer nur zwei Samen in ein Loch! war leider nix. Zack, die ganze Tüte ab in den Topf, Erde drüber gewuschelt. Die Natür macht das schließlich ähnlich verschwenderisch.

Und zum Wochenende noch ein kleiner Teaser. Wir bekommen heute Besuch von Oma, die über's Wochenende bleibt. Vielleicht habe ich so mal ein bisschen Zeit für die Nähmaschine.

Ich wünsch Ihnen was!

19. März 2009

Illusionen (3)

Aaah, Sie haben sich doch täuschen lassen! Aber sagen Sie nicht, ich hätte Sie nicht gewarnt.

Was dachten Sie? War sie schnell in London? Mit der U-Bahn? Zeigt sie alte Bilder? Hat sie ge-photoshopt? Spinnt sie jetzt komplett? Ein Hirsch in Soho!?

Mit nichten. Illusion. Reine, unverfälschte Illusion. Und ohne Photoshop, ich schwöre.

Darf ich vorstellen: Familie Reh. Mein Großer hat sich nie besonders für Schleich-Tierchen interessiert. Aber er tut es, seit dem er eine kleine Schwester hat, die sich sehr dafür interessiert. Ich finde sie klasse. Und teuer. Aber das ist eine andere Geschichte. Also, Familie Reh. Wie bei allen Familien muss man immer auf das Kleinste warten, weil es nie da geht, wo alle anderen gehen.

Und das ist ein kleines feines Buch, das ich sehr liebe. Es ist so simpel und sicherlich gibt es tausende seiner Art. Aber es erzählt kleine Geschichten und ist ein wunderschönes Bilderbuch für große Leute. Es liegt hier auf unserem Esstisch. (Nur um jetzt mal die GANZE WAHRHEIT zu sagen...).

Das kleine Kitz hat sich mit nichten in der Shaftsbury Ave zur Zita Sandwichbar verlaufen. Es hat sich nur mal die Seite mit dem alten Mann genauer angesehen.

Und ebenso hat der Hirsch leider auch in der Bar Italia keinen Platz bekommen.

Gestern sind hier noch ein Fuchs, ein Wolf und eine Bache mit zwei Frischlingen eingezogen. Wo die sich wohl hin verirren werden?

18. März 2009

Illusionen (2)

Das Thema Illusionen hat mich noch eine Weile beschäftigt. Es ist ein herrliches Spiel, sich selbst zu täuschen; allein um der Unterhaltung zu dienen und sich dabei prächtig zu amüsieren. Getäuscht zu werden ist allerdings häufig weniger erquicklich – außer man weiß, worauf man sich einlässt.

Wikipedia sagt: [... danach kann man sich Illusionen nicht nur machen, man soll sie haben, sie wecken und nähren können, in ihnen leben, sich der einen oder anderen Illusion sogar hingeben können... ]. Das sind alles Redewendungen, aber die entstehen ja aus einem kollektiven Bewusstsein heraus. Das heißt, es ist immer ein Fünkchen Wahrheit dabei.  

Ich habe mich gestern völlig der Illusion hingegeben, durch die Straßen Londons (nach Hamburg meine zweite Lieblingsstadt)   zu ziehen und heimischen Wildtieren vor alten Pubs und Cafés  zu begegnen. Einen Hirsch habe ich sogar vor meiner Lieblingsbar „Bar Italia“ in der Frith Street in Soho gesehen. Da in der Nähe habe ich mal gearbeitet und mit dieser Bar verbinde ich eine Menge schöner Erinnerungen.

Lassen Sie sich nicht täuschen, aber geben Sie sich der Illusion hin. Es lohnt sich.    

Scheues Reh in der Fulham Road.

Neugieriges Kitz überlegt nach dem Weg zu fragen. Lost somehow.

Platzhirsch, Bar Italia, London. Drinnen ist bestimmt noch Platz.

16. März 2009

Illusionen

Diesen ewigen Krankheitscontent bin ich selber so leid. Trotzdem: ich melde mich zurück von einer eitrigen Mandelentzündung der besonderen Art und einer Mega-Monster-Migräneattacke. In Kombination besonders reizvoll, insbesondere die   Wechselwirkungen der einzelnen Medikamente.

 

Deshalb musste ich diesmal leider auch bei „12 von 12“ passen, habe zwar noch fleißig Bilder geschossen aber abends, kurz vorm Hochladen hat es mich dann endgültig dahin gerafft.

 

Also, ich wäre jetzt bereit für ein bisschen Sommer. ABER SOWAS VON.      

11. März 2009

Schnipsel

- Das kleine Kind ist wieder gesund, tatsächlich war es nur ein Tag mit 40°C Fieber und am Samstag war wieder alles paletti.

- Jetzt hab' ich den Staffelstab übernommen und eine dicke Schnupfennase. Scheint ein sehr innerfamiliäres Ding bei uns zu sein, dass IMMER einer daran glauben muss.

- Mama mit Schnupfen ist zwar nicht schön, aber viel besser als Kinder mit Schnupfen.

- Die Arbeitsberge schrumpfen nur langsam. Zudem juckt es mich einfach zu sehr, mich an die Nähmaschine zu schwingen.

- Täglich entdecke ich neue tolle Sachen im www.

- Morgen muss er dran glauben, mein Freund der Baum. Wir sind traurig und froh zu gleich. Ein Nachruf wird folgen.

- Tausend Dank für die vielen lieben Genesungswünsche. Ich glaube, das hat wirklich geholfen!

- Danke auch für die vielen Freundschaftsawards, die ich bekommen habe, leider habe ich total den Überblick verloren. Nachdem ich ihn nun auch schon so ziemlich auf jedem Blog auf meiner (im Moment leider sehr sporadischen Blogrunde) gesehen habe, bleibt er hier stehen.

- Der Stoffmarkt war nichts für schwache Nerven. Fand ich. So viele Leute. So viele Stoffe. Trotzdem habe ich drei Tüten nach Hause getragen und freue mich schon auf dem Markt im Sommer.  

- Nähtechnisch zieht hier langsam der Frühling ein.  

6. März 2009

Freitag, 6:00 Uhr, 39,1°C

Geht das jetzt von vorne los? Drücken Sie mir die Daumen, dass nicht.

Das Gute daran: statt heute endlich mal die ganzen kleinen Jobs zu erledigen, für die ich die letzten Tage dann doch keine Zeit mehr hatte, gab es einen ausgedehnten Waldspaziergang mit dem kleinen kranken Hühnchen und Schnuffi. Viel frische Luft hatte ich diese Woche nämlich nicht.

5. März 2009

Trendfarbe Lila

So sieht ein Daumen aus, der mit einer Terassentür während des Schließvorgangs kollidiert. Dummer Daumen. Also, er sieht so nach ungefähr eineinhalb Wochen aus, nachdem sich die frühlingshafte Farbgebung zurückgezogen und auf die Nagelregion konzentriert hat.

Inspiriert davon habe ich mir gestern alle Nägel Lila angemalt. Sieht irgendwie besser aus. Sogar mit Glitzer! 

Und als mich der Sohn gestern Abend frage, wovon meine Nägel so lila geworden sind, habe ich ihm erzählt, dass ich sie einfach noch mal alle in die Terassentür gehalten habe. Ich schwöre, er hat es wenigstens zwei Sekunden geglaubt...

  

4. März 2009

Blo(g)kade

Ein paar Tage rollt es, dann komme ich wieder ins Stocken. Ein paar Tage Hektik, Termine bis zum Abend, kaum Zeit zum Verschnaufen und der Blog liegt brach. Habe ich eine Verpflichtung? Ja, habe ich. Nämlich die mir selbst gegenüber. Dieses Tagebuch mit Inhalt zu füllen. Damit ich es nach lesen kann. Und all die anderen auch, die hier regelmäßig lesen (leider immer ganz leise sind...) und wissen wollen, ob wir schon versumpft sind.

Hier ein kurzer Zwischenstand: Das kleine Kindlein – man glaubt es kaum – ist seit Anfang der Woche wieder genesen. Nach zwei Wochen Krankheit (welcher auch immer), Appetitlosigkeit und Ausnahmezustand lacht es wieder. Und frisst uns fast die Haar vom Kopf. Der Liebste schimpft mich immer, wenn ich im Zusammenhang mit den lieben Kleinen von „fressen“ rede. Aber das, was die kleine Maus da hat, ist eine ausgewachsene „Fressattacke“. Gut so, denn man konnte schon ihre Rippen zählen.

Für mich bedeutet das, dass ich nach zwei Wochen Schwesternhäubchen endlich wieder durchstarten kann, was die Arbeit betrifft. Und da bricht es gerade tsunamimäßig über mich herein. Die Nachtschicht beginnt in der Regel um ca. 21 Uhr, wenn Kinder schlafen, der Hund gefüttert ist, die Waschmaschine und der Trockner mit neuer Ware versorgt sind und das gröbste Chaos beseitigt ist. Dann schmeiß ich den Computer an und sitze, bis ich keine Pixel mehr sehen kann.

Ich hoffe, liebe Leserinnen, Sie nehmen es mir deswegen nicht übel, wenn ich es kurz mache: Ich habe mich ganz sehr über die verliehenen Awards gefreut – danke   für die angebotene Freundschaft: Die Froschkönigin, Berliner Luft und Ostseewelle. Und nicht zu vergessen Myriam, die mich schon vor einer ganzen Weile mit einem Award beglückt hat und ich habe ihn total vergessen abzuholen. Liebe Myriam, ich hoffe, du bist mir nicht böse ob meiner Ignoranz! Wenn auch spät, so kommt der Dank dafür von Herzen!

Am Freitag muss ich einen großen Job abgeben, nebenbei noch 20 kleine erledigen, die die letzten Wochen einfach liegen geblieben sind.

Wir lesen uns!